Montag, 12. November 2012

Treffen im Silvretta, November 2012

Frank und Eelco auf der Bielerhöhe (A)
Zusammen mit Frank Felder und Geert Kalusche starteten wir der erste Skitour der Saison. Mit dem Auto fuhren wir über die Silvretta Hochalpenstrasse mit seine 30 Haarnadelkurve auf der Bielerhöhe (2042 Meter). Leider gab es noch nicht so viel Schnee wodurch die Skier erstmal auf den Rucksäcke gepackt wurden.

Nach knapp 2 Stunden erreichten wir die Klostertalerhütte wo wir den Ofen schon mal richtig einheizten. Nach einer schönen warmen Mittagspause schnallten wir die Skier an und liefen in Richtung Schneeglocke.



Auf 2200 Meter zeigt Frank zur Silvrettastausee




Mit seine 3223 Meter höhe ein der höheren Gipfel im Silvretta. Gab es erst noch Schneeresten vom letzten Tiefdruckgebiet, war der Gletscher super eingeschneit. Die Skier glitten herrlich durch den 30 Zentimeter Pulverschnee. Leider wurde der Föhnsturm immer stärker und mussten wir unser Vorhaben, den Gipfel zu erreichen, auf 3050 Meter höhe aufgeben.



Der Wind hat uns fast umgehauen und die erste Kurven hinunter waren eine Balanceakt. Frank und Geert rutschten hinunter als wäre Pulverschnee fahren das einfachste auf der Welt. Ich war da schon sehr überfordert. Aber ohne Knochenbrüche konnte auch ich meine ersten Kurven vom Winter machen und kamen wir kurz vor dem eindunkeln wieder auf der Hütte an.








Der Expedition wird mit ein Unterschrift offiziell gestartet
Das Holz mussten wir noch von Hand sagen bevor es im Ofen schön knistern konnte. Kuschelig warm machten wir es uns bequem und nach dem Spaghetti Bolognese war der wichtigste Akt des Wochenende an der Reihe: Frank und Eelco unterschrieben der Gesellschaftsvertrag für die "International Shisha Pangma Expedition 2013". Die Expedition wurde offiziell gestartet. Nach noch ein par Kaffee und Tee war um 22Uhr Hüttenruhe, während es draussen langsam anfing zu schneien.





Das Berg- und Schneesportcenter in Brig-Gamsen sponsort die Expedition

Am Sonntagmorgen war es zwar nicht mehr stürmisch jedoch schneite es stark und der Sicht war minim. Nach ein par Sponsorbilder marschierten wir wieder hinunter zur Bielerhöhe. Unten im Montafon genossen wir zusammen noch eine Pizza bevor ich erneut mit dem Zug vom Sargans in Richtung Wallis startete.

Vielen Dank Heinz Seiler!


Dienstag, 6. November 2012

Weitere Sponsoren

Mit grosser Stolz kann ich 2 weitere Sponsoren melden, die sich bereit erklärt haben die "International Shisha Pangma Expedition 2013" zu unterstützen. Es sind:


"Es war ein langer Weg vom Haselnuss- und Bambusstock der 30 Jahre, dem Stahlrohr der 50er Jahre, dem hochfesten Alustock der 70er und 80er bis hin zu den neuen Materialien wie Titanal.HF und dem leichten und bruchsicheren Carbonrohr von heute. Seit Gründung des Unternehmens, vor mehr als 80 Jahren, werden 100 % aller Komperdell Stöcke in Österreich produziert. Dies sichert höchste Qualität & Konstanz".

Und



Zu Beginn der 80er Jahre öffnete das Fitness Palace seine Türen. Damals waren die Räumlichkeiten noch klein und das Studio befand sich in der Alten Simplonstrasse.

Mitte der 80er Jahre zog das Center in die Neue Simplonstrasse um und erhielt dort den Namen Athletik Sport Studio. Das Studio befand sich nur im Obergeschoss des heutigen Centers auf einer Etage. Damals war das Studio mehr oder weniger Bodybuildern und Liebhabern dieses Sports vorbehalten. Doch wie sich die Zeiten ändern, änderten sich auch die Bedürfnisse und immer mehr gesundheitsbewusste und fitnessorientierte Leute wollten ihren Körper stärken und ihre Kondition verbesseren. Daher wurde das Konzept neu überdacht und die Räumlichkeiten für die neuen Bedürfnisse umgebaut.

16.12.1989 wurde das neue Studio unter dem Namen Fitness Palace Athletik Sport Studio AG auf zwei Etagen mit einer Saunalandschaft und einem Whirlpool eröffnet. Nach der Eröffnung strömten immer neue Freizeitsportler ins Palace um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden an den neuen Maschinen und Geräten zu steigern. Seither steigen die Mitgliederzahlen konstant an, was das steigende Gesundheits- und Körperbewusstsein unterstreicht.

Ich danke beide Firmen herzlichst für ihre materielle Unterstützung.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Update Organisation Oktober 2012

Auf dem Rückweg vom Zapporthütte
Mitte Oktober traf ich mich mit mein Co Expeditionsleiter um weitere Details zu besprechen. Zudem wollten wir ein kleiner Tour machen. Wegen ein Wintereinbruch wurde es dann schlussendlich ein ganz kleiner Tour, eher ein Sonntagsspaziergang.





Stand der Organisation:

  • Mit Ang Rita Trek haben wir ein Touroperator gefunden die jahrelange Erfahrung vorzuweisen hat in der Versorgung von Trekkings und Expeditionen. Erste elektronische Gespräche haben stattgefunden. Die definitive Vertragsbedingungen werden in der nächsten Monate ausgehandelt.
  • Ein Teilnehmer hat abgesagt wodurch das Team sich auf 3 reduziert hat. Nach alle Wahrscheinlichkeit bleibt es bei diesen 3:
    • Eelco Jansen, Expeditionsleiter und Bergsteiger
    • Frank Felder, Co-Expeditionsleiter und Bergsteiger
    • Frank Lotthrincx, Bergsteiger
  • Wir haben uns entschieden neue Fässer zu kaufen. Mit 70 Liter Fässer in blauer Farbe wollen wir unsere Sponsoren ein guter Plattform geben ihren Logo zu präsentieren.
Zusammen mit Frank Felder Materialbesprechung
  • Einige Entscheide bezüglich Material wurden gefällt; Fixseile, Markierungsfänchen, Snow-Stakes, Zelt für Depot, Zelt in Basislager, Fixation der Zelte in den Lagern. Die Vorbereitungen für diese Materialien werden anfangs 2013 ausgeführt.
Stand des Trainings:

  • Mittlerweile gehe ich 3 x der Woche ins Fitness Palace in Brig zum Kraft- und Ausdauertraining.
  • 2 x der Woche mache ich Berglauf und/oder Jogging, ca. 10 Kilometer Läufe werden da absolviert.
  • 1 x der Woche gehe ich irgendwo ein Berg hinauf. Meistens sind das dann Touren von 4-6 Stunden.
  • Ich schaue zudem darauf was ich esse, viele Früchte, wenig Fett, wenig Kohlenhydrate zum Frühstück, kein Alkohol und Nahrungsergänzung.
In Moment verbrauche ich pro Tag, das heist ein Tag wo ich 9 Stunden arbeite und 2 Stunden Sport betreibe, ca. 4500kcal. Dies kann ich mit normalen Essen kaum zu mich nehmen. Zudem wird der Körper durch das viele Essen zu sehr belastet wodurch Nahrungsergänzungsmittel unumgänglich geworden sind. Durch die zusätzliche Belastung vom vielen Essen bleibt weniger Kraft übrig für die Sport und ein Ausdauer- und Kraftaufbau ist nur erschwert möglich.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Materialsponsor Schneesportcenter

Das Berg- und Schneesportcenter, mit Geschäftsinhaber Heinz Seiler, unterstützt der "International Shisha Pangma Expedition 2013" mit Material. Ich danke Heinz Seiler für sein Engagement in meiner Expedition.


P.S. Am Freitag 19. Oktober 2012 steigt der Winter Mode-Apéro im Schneesportcenter Gamsen. Ab 19Uhr ist man herzlichst willkommen die neuste Mode der Wintersaison 2012/2013 zu bestaunen.


Dienstag, 9. Oktober 2012

Bortelhorn, Oktober 2012

Der Chance im Herbst auf ein Berg zu stiegen der höher als 3000 Meter ist, ist relativ gering. Kommt es doch eher viel vor, dass der Schneelfall schon eingesetzt hat oberhalb von 2500 Meter. nicht aber am Samstag 7. Oktober 2012.

Andreas am morgen um 7Uhr auf 2500 Meter höhe
Zusammen mit mein Sponsor, Andreas Schwestermann, stiege ich am morgen um halb 6 zur Bortelhütten hinauf. Vom Berisal sind das ungefähr 500 Höhenmeter bis auf 2113 Meter höhe. Nach ein kleiner Verschnaufpause bei der Hütte ging es mit leichten Bise weiter hinauf zur Bortelsee. Von da haben wir der Wanderweg verlassen und stiegen über grosse und kleine Felsen von einer vor Ewigkeiten hinuntergekommene Lawine hinauf bis zur Bortelgletscher.





Am Fixseil unter der "Licka"

Der Bortelgletscher ist eine von viele Gletschern die den Klimaerwärmung zum Opfer geworden ist. Nur noch ein par Hundert Meter lang und breit ist dieses Zeichen von der letzten Eiszeit.

Mittlerweile ist es kalt geworden und Jacke und Handschuhe sind sehr willkommen. Der Schnee von letzte Woche ist hart und fast hatten wir die Steigeisen angezogen. Aber schon standen wir auf der "Licka" wo ein bissigen Nordwestwind uns erfasste. Italien war mit ein Wolkenmeer bedeckt, der Schweiz genoss strahlend schönes Wetter.


Auf dem Westgrat, kurz unter dem Gipfel
Der Westgrat war fast aper und der Weg bis auf dem Gipfel war problemlos zu finden. Ein kleiner Steilstufe war mit ein Fixseil abgesichert wodurch die sich Schwierigkeiten im Grenzen hielten. Auf dem 3194 Meter hohen Bortelhorn genossen wir ein wunderbarer Aussicht, von Weisshorn bis Lukmaniergebiet und von der Po-ebene bis ins Berner Oberland.







Eelco auf dem 3194 hohen Bortelhorn
Für den Aufstieg benötigten wir genau 4 Stunden, hinunter waren es nochmals 3 Stunden inklusive ein Kaffeepause beim sympatischen Hüttenwirt der Bortelhütten, Peter Rubin.

Dienstag, 25. September 2012

Bietschhorn 21. September 2012




Als Formtest entschied ich mich kurzfristig um das Bietschhorn zu besteigen. Einer der markantere Berge vom Oberwallis. Zudem mit seine 3983 Meter Höhe eine der höchsten 3000er. Alle Gräte vom diesen Berg müssen mittels Felskletterei bezwungen werden. ich entschied mich für den Westgrat.


Der Westgrat ist einer der einfachsten Grat was angesichts meines Soloversuchs sicher ein vernünftiger Entscheid war. Im Stockdunkle Nacht stieg ich vom Lötschental zur Bietschhornhütte auf wo allen noch friedlich und ruhig schliefen. Nach eine kleine Verschnaufpause nam ich das Bietschjoch im Angriff. Mit den ersten Sonnenstrahlen auf das Bietschhorn stieg ich auf dem Westgrat.

Anfänglich ein grosses Blockfeld mit einige grossen losen Felsen. Anschliessend lose Steine auf immer steiler werdende Grat. Man verhällt sich immer in der Nähe des Grates. Die Route ist relativ einfach zu finden. Auf halbe Strecke stieg ich auf der Grat wo herrliche Granitplatten ein riesen Klettergenuss waren. Das Wetter war fabelhaft und die Sonne machte auch der Temperatur endlich angenehmer. War es doch am morgen mit -5° noch recht frisch. Um 10 Uhr früh stand ich unterhalb der Roten Turm, die Höhe machte sich bei mein unakklimatisierter Körper bemerkbar und ich entschied mich daher umzukehren. Am Bietschhorn ist der Abstieg fast gleich lang wie der Aufstieg. Daher kam ich auch erst um halb 3 auf der Bietschhornhütte an. Anni servierte ein herrlicher Kaffee mit Biberli und in 1 Stunde sprintete ich zum Auto. Schon um 17Uhr war ich wieder in Brig.

Sonntag, 9. September 2012

Gemmi Triathlon 8. September 2012

Auch dieses Jahr nahm ich wieder am Gemmi Triathlon teil. Ein toller Anlass mit familiären Atmosphäre. Wo Sport und Teilnahme noch wichtig erscheint, statt nur der Gewinn!


Leider war unsere Biker nicht mit von der Partie. Aber mit Rinaldo Hugo fanden wir ein toller Ersatz. Patrick Hallenbarter startete im warmen Gerundensee in Siders. Schon nach knapp 17 Minuten gab er an Rinaldo Hugo ab. Er lieferte sich ein packendes Rennen hinauf ins Kurort Leukerbad. Nach nur 57 Minuten schickte Rinaldo mich, Eelco Jansen, hinauf in die steile Rampe auf dem Gemmi. Leider war ich 3 Tagen bevor von eine Erkältung inklusive Husten und Fieber befallen wodurch meine Leistung schlechter war als letztes Jahr. Ader nicht deszutrotz erreichten wir den 4. Schlussrang in der Kategorie Teams Herren. Wir waren allen sehr zufrieden und schlossen mit Pasta und Rivella der Anlass ab. Der toller Organisation hatte leider weniger Anmeldungen als noch letztes Jahr. Hoffentlich werden nächstes Jahr mehr Oberwalliser an diesen Anlass teilnehmen.

Wir danken unseren Sponsor der Firma Stihl für ihren Unterstützung

Samstag, 1. September 2012

La Luette, 9. August 2012

Von Arolla hinauf zum Pas de Chèvres
Zusammen mit Patrick und Jean-Claude machten ich ein Wandertour in Unterwallis. Am 11. August wanderten wir in der Hitze von Arolla über den Ziegenpass, Pas de Chèvres, hinunter auf den Glacier de Dix. Der Gletscherschmelze ist auch hier allgegenwärtig da der Abstieg von Pas de Chèvres immer länger wird. Zudem ist der Gletscher mit zunehmend mehr Steine bedeckt. Der Cabane des Dix war im Vorfeld schon angeurfen worden, hatten jedoch kein Platz weshalb wir daran vorbeiliefen und auf ca. 3000 Meter an ein kleiner See unser Basislager aufbauten. Schon schnell konnten wir es in der Abendsonne gemütlich machen. Nachdem der Sonne hinter unser beabsichteten Berg, La Luette, unterging, rutschen wir unsere müden Beine in den Schlafsäcke und kochten Tee und Kaffee.

Auf der Südgrat der La Luette mit der Mont Blanc de Cheilon im Hintergrund
Eine kurze Nacht mit nächtliche Spaziergänge wegen volle Blasen ging um 6Uhr zur End da wir einen langen Tag vor uns hatten. Der La Luette wurde an seiner Ostflanke bezwungen. Der restlichen Höhenmeter wurde über den Südgrat bestiegen. Schon um 9 Uhr standen wir auf 3548 Meter höhe und genossen der Aussicht von Mont Blanc bis Dom. Die ersten Schleierwolken warnten uns vor ein Kaltfront. Daher stiegen wir zügig hinab ins Basislager, packten zusammen und  absolvierten das Trekking bis auf den Grande Dixence innert 4 Stunden. 


Eelco Jansen auf dem 3548 Meter hohen Gipfel





Ein tolles Wochenende ging zu Ende im Sonnenschein!

Samstag, 4. August 2012

Matterhorn 2. August 2012

Der MGB fährt durch das enge Nikoilaital mit drinnen Geert Kalusche und ich, Eelco Jansen. Nach jahrenlange Erfahrung in den Bergen wollen wir endlich der Matterhorn besteigen. Lange habe ich mich gewehrt diesen Berg zu besteigen, da diesen markanten Berg von viele Touristen bestiegen wird, unter anderem auch von Leute ohne Erfahrung in den Bergen wodurch der Gefahr von einen Stein erschlagen zu werden deutlich grösser ist als selber ein Fehler zu machen und abzustürzen. Die letzten Tagen waren von schönen Wetter geprägt jedoch gab es auch Gewitter wodurch die obere Regionen des Matterhorns weiss sind. Wir stellen uns ein auf winterliche Verhältnisse. Diese Einstellung wird am Abend noch verstärkt wenn auf der Hörnlihütte leichten Hagel einsetzt. Zum Glück beruhigt sich das Wetter wieder ein wenig und wir schlafen ohne Blitz und Donner ein.


Um Punkt 3.30Uhr weckt uns die Hüttenhilfe. Nach ein hastiges Frühstück steigen wir mit Gurt und schon am Seil mit Stirnlampe in der dunkle Nacht der Hörnligrat entegegen. Nur wenige Seilschaften sind unterwegs und wir kommen anfänglich gut voran. In die Dunkelheit können wir uns hinten Bergführer einreihen wodurch sich die Routensuche erübrigt. Auf einer Höhe von ca. 3700 Meter sind die Felsen von Eis, Schnee und Hagel bedeckt wodurch ein weiterkommen ohne Steigeisen nicht mehr möglich erscheint. Nach 2 1/2 Stunden erreichen wir schon die Solvayhütte auf 4003 Meter. Der obere Moseleyplatte wird überwunden und die Stellen mit Fixseile werden bald erreicht. Hier macht sich beim Geert langsam die Höhe bemerkbar und seine rutschige Handschuhe lassen die Arme und Hände versauern. Fast alle Seilschaften überholen uns und erst nach 6 Stunden erreichen wir den 4478 Meter hohen Gipfel. Der Wind zieht an und der Verbindungsgrat zum italienischen Kreuz lassen wir daher sein.

Schon bald klettern wir wieder hinunter. Durch der Neuschnee der letzten Tagen und die kalte Temperaturen müssen wir gut aufpassen und ich sichere Geert meistens hinunter. Schon bald merke ich, dass wir so langsam sind dass eine Weiterfahrt nach Hause nicht mehr möglich sein wird und auf der Solvayhütte informiere ich meiner Frau. Anschliessend steigen wir entspannter und langsamer ab da Geert doch schon sehr müde ist. Im letzten Drittel der Hörnligrat verlaufen wir uns noch 2 Mal, jedoch kommen wir sicher und einigermassen zufrieden wieder auf der Hörnlihütte an.Der Koch macht uns noch das Nachtessen, was vorzüglich schmeckt und schon ist es Hüttenruhe.
Am nächsten Morgen laufen wir gemütlich herunter zum Schwarzsee von wo der Matterhorn-Express uns nach Zermatt bringt.

Mittwoch, 1. August 2012

Dent d'Hérens 31. Juli 2012

Am Montag 30. Juli startete ich mit Kieran Morel von Martigny aus in Richtung das Valpelline Tal. Erst um 14.30 konnten wir den Hüttenanstieg in Angriff nehmen. Dem Stausee Lac de Places de Moulin entlang und anschliessend noch ca. 10 Kilometer neben den Bach bevor der Schlussanstieg zum Rifugio Aosta als letzter Kraftakt vom Tag bevor stand. Der Wanderweg wurde dieses Jahr neu auf der rechter Moräneseite angelegt. Durch der Gletscherschmelze kann der alte Hüttenanstieg nicht mehr benutzt werden da gefährlich überhangende Seracs der Weg bedrohen.

Der Rifugio Aosta liegt auf der Südseite der Col du Division, ein bekannter Durchstiegsmöglichkeit im Winter, auf 2781 Meter höhe. Das Abendessen war sparsam an Vitaminen, wenigstens wurden wir im Gespräch mit Niederländer bei Laune gehalten. Pünktlich um 22Uhr war Hüttenruhe.







Der letzte Tag im Juli fing schon um 3.30Uhr an. Nach ein par Zwieback, Brot gibt es wohl nicht im Aostatal, starteten wir in Richtung Tiefmattenjoch. Wir waren schnell unterwegs und nach nur 2 Stunden standen wir unterhalb des Steincouloirs wo ein Fixseil der Aufstieg zum Joch erleichterte. Weiter gings auf ein Felsgrat mit wunderbaren Kletterpassagen im maximal 3. Schwieirigkeitsgrad. In nur 1 Stunde liessen wir dies hinter uns und machten uns an der Gletscherhang unterhalb der Gipfel. Der Firn war gut angefroren und stetig stiegen wir den ca. 35° steilen Hang hinauf bis in den Felsen.

An Eisenstiften sicherten wir uns hoch bis auf den Gipfelgrat. Auch hier fanden wir festen Fels vor und der Genuss war gross. Um Punkt 9 standen wir auf dem 4171 Meter hohen Dent d'Hérens. Der Aussicht war fantastisch. Kaum Wolken am Himmel und fast 125 Kilometer weiten Sicht. Sogar der bekannten Nachbar, Matterhorn, war frei von Wolken.
Innert 5 Stunden stiegen wir wieder zur Rifugio Aosta ab. Nach einen kurzen Rast wanderten wir mühsam hinunter zum Stausee. Ein Autostop verkürzte der Wanderung um fast 30 Minuten. Erst um 22.30Uhr war ich wieder in Glis.